Wer bin ich

Wenn es um die Frage geht, wer ich bin, definiere ich mich nicht über meinen Beruf - gar nicht so einfach, denn zwei Drittel meines Lebens habe ich fast nur gearbeitet und werde in erster Linie nur darin gesehen und beurteilt. Wirklich Zeit für mich und meine Familie gab es kaum - um so mehr konzentrierte ich mich darauf meine inneren Werte auf meinen Alltag und meine Mitmenschen zu übertragen. Toleranz, Miteinander, Nächstenliebe - Respekt waren in meiner Erziehung hoch geschrieben. Mein Hauptberuf ist und war demnach schon immer Mensch zu sein. Fünf Jahre meines Lebens habe ich in einem Internat verbracht, was mir letztendlich die nötige Basis geschaffen hat, nicht nur auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten, sondern innerhalb einer Gruppe zu bestehen und die Vielzahl an Wesenszügen kennenzulernen. Die besten Vorraussetzungen in einem Team zu arbeiten und mit unterschiedlichen Charakteren in Einklang zu kommen. Seit ich Mutter bin ist es mir noch wichtiger geworden diesen Leitfaden nicht zu verlieren und gleichzeitig den Mittelweg zu finden die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren, um meinem Sohn eine gesunde Balance von Eigenverantwortung und Miteinander zu vermitteln. Von Kind an habe ich versucht Leid und Freuden meines Umfeldes wahrzunehmen und eine Emphatie zu entwickeln, das Beste aus dem zu machen und gegebenfalls Lösungen zu finden. Eine positive Lebenseinstellung, Harmonie und Verständnis machten alles einfacher und schöner, dass es mir in meinem Beruf immer am wichtigsten war, dass es allen so gut wie möglich ging und wir Freude bei der Arbeit hatten. Gruppierungen waren mir immer ein Gräuel, denn ein Team, eine Gruppe kann nur bestehen und Gutes schaffen, wenn sie sich als Einheit sieht. Vielleicht ist das der Grund warum ich mich immer am wohlsten in einer Theatergruppe oder einem Filmteam gefühlt habe, zumal es dort in erster Linie um das Transportieren von Emotionen und das Widerspiegeln unserer Gesellschaft ging. In meinem privaten Kreis hatte ich schon immer mit allen möglichen Nationalitäten und Glaubensrichtungen zu tun dass ich auch dort keine wirkliche Trennung mehr gesehen habe.. Jeder für sich war ein Teil des Ganzen und so geht es mir bis heute. Stand und Rang haben keinen Einfluss auf mich - vielmehr Benehmen und Menschlichkeit.

 

Daher mein Status in vielen öffentlichen Portalen: Hauptberuflich Mensch und Mutter.